3. Bluegrass Jamboree!
Festival of Bluegrass & Americana Music 2011
Die zwei Shooting Stars des Mountain Folk aus Seattle, zelebrieren Archaisches auf Banjo und anderen Saiteninstrumenten. Dazu betörender zweistimmiger Männergesang mit inhaltsvollen Texten - eine intensive Reise über die musikalischen Gipfel von New Folk, Oldtime und Bluegrass. Songwriter Cahalen ist inspiriert von einer Zeit, in der harte Arbeit und Überlebenskampf der Depressionsjahre in der Bergen des Südostens eine Musik entstehen ließen, die sich mit den existentiellen Dingen des Lebens beschäftigte: der „Blues der Weißen“, im Laufe der Geschichte als Oldtime, Folk, Country oder Hillbilly bezeichnet. Das "Feuer" von Cahalen und Eli liegt in der Kombination dieser Inhalte mit der Intensität des Bluegrass, wunderbar gespielten Instrumenten und berührendem Gesang. Hier kommt Eli ins Spiel: Mit 15 Jahren erwischte ihn der Bluegrass Virus, seitdem sind Saiteninstrumente seine große Leidenschaft. Sein Spiel vereint auf atemberaubendem Niveau Solo- und Rhythmusaufgaben. Er schreibt zudem die Gesangsarrangements, mit Liebe zu rhythmischer wie harmonischer Vertracktheit - mit genau der Freiheit, die sich die Musiker des Genres schon in der Frühzeit des 20. Jahrhunderts erlaubten
Die „Banjo Rapper“, mussten bei ihren Gastspielen im Süden schon mal vor aufgebrachten traditionellen Bluegrass Fans flüchten. Im Sinne von Bluegrass Erfinder Bill Monroe schaffen sie aus Altem Neues: Rap, jazzige New Acoustic Music und rockigen Bluegrass. Die Texte sind rau, heftig und revolutionär die Art, wie sie rhythmische Gesangsstrukturen in wilden, von Improvisationen geprägten Stücken kombinieren. „Puristen warm anziehen!“ kündigt Chef-Gentleman Greg Liszt lachend an. Er spielte mit Bruce Springsteen und ist Gründer der progressiven Folk Band "Crooked Still" Sein Spiel ist "funky", traditionelles 3-Finger Picking mit einem eigenen "touch“, voller rhythmischer Exzesse und kraftvoller Melodielinien. Die weitere Besetzung liest sich wie das „Who's Who“ der jungen Szene-Stars: Sam Grisman legt am Kontrabass das Fundament der tiefen Töne und des pulsierenden Beats. Rechtzeitig tauschte Stash Wyslouch die lärmende Heavy Metal E-Gitarre gegen eine akustische Bluegrass Gitarre. Seine Mission: die Verbindung zwischen Trash Metal und Bluegrass. Dominick Leslie gilt bereits als einer der wichtigsten Mandolinenspieler seiner Generation. Seine eruptiven Improvisationen verwischen die Grenzen zwischen Folk, Pop, Klassik und Jazz. Erst im Studio entdeckte man die Gesangsstimme von Mike Barnett, bis dahin verneigten sich alle vor seinem grandiosen Geigenspiel. Er absolvierte seine Bluegrass Lehre mit 15 Jahren in der Band von Jesse McReynolds, einem Pionier der ersten Generation. Mittlerweile gilt er als "the hottest young fiddler" in den USA.
Fünf der besten Musikerinnen des Nordostens in einer Art „Supergroup“: Sie halten nicht viel vom sanft gehauchten modernen „Schmuse-Bluegrass“: Als große Fans des rauen Männer-Sounds der 50er Jahre verbinden sie deren harten "Drive" und kräftige Gesangsharmonien mit modernem Songwriting. Celia Woodsmith, die Stimme der Band, führt ihre Kolleginnen stilsicher über die Wellen von Bluegrass, Country, Soul, Blues und Folk. Kimber Ludiker, bereits zweimalig „National Fiddle Champion“, spielt eine außergewöhnliche 5-string Geige. Courtney Hartman glänzt auf dem wohl am männlichsten besetzte Bluegrass Soloinstrument – der Flatpicking Gitarre. Ihre virtuosen Soli sorgen auf den Konzerten regelmäßig für Ovationen. Mandolinistin Jenni Lyn Gardner sorgt für den typischen Bluegrass Off-Beat Rhythmus. Richtig spannend wird es, wenn sie für rasante Mandolinen-Soli an das Mikro tritt. Schon eine Legende am Kontrabass ist Amanda Kowalski - Ihre musikalische Reiseroute führte die im Hillbilly-Staat West Virginia geborene Amanda in die "Grand Ole Opry“ in Nashville ebenso wie ins ehrwürdige Opera House von Sidney.